3 Fragen an ...

In diesem Format richten wir das Wort an Expertinnen und Experten der Plattform Lernende Systeme. In Kurz-Interviews beantworten sie Fragen zu ganz unterschiedlichen Aspekten, die mit der Entwicklung und dem verantwortungsbewussten Einsatz von Künstlicher Intelligenz verbunden sind.

Uta Wilkens

Inhaberin des Lehrstuhls Arbeit, Personal & Führung and der Ruhr-Universität Bochum und Sprecherin des Kompetenzzentrums HUMAINE

KI-Kompetenz: Kritisches Mitdenken und Verständnis für die Wirkung von KI sind entscheidend

Seit Februar 2025 greifen die ersten Regelungen des AI Acts - unter anderem sind Anbieter und Betreiber von KI-Systemen gemäß Artikel 4 dazu verpflichtet, ihre Beschäftigten im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu schulen. Dies umfasst sowohl technische KI-Kompetenzen als auch ein Verständnis der sozialen, ethischen und rechtlichen Aspekte der KI-Nutzung. Uta Wilkens, erläutert im Interview, was dies konkret für Unternehmen bedeutet und welche Herausforderungen bestehen.

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Jürgen Beyerer

Professor für Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Lernfähige Roboter in sozialen Umgebungen: „Ziel muss es sein, den Demographie-bedingten Arbeitskräftemangel zu kompensieren“

Technologische Fortschritte beim maschinellen Lernen und in der Robotik eröffnen immer mehr neue Möglichkeiten: Roboter können zunehmend in sozialen Umgebungen eingesetzt werden und Aufgaben übernehmen, die bisher aufgrund ihrer Komplexität nur schwer realisierbar waren. Welche Potenziale sich damit für zukünftige Einsatzbereiche eröffnen und wie ein sicherer und vertrauensvoller Umgang mit Technologie in sozialen Umgebungen entsteht, erläutert Jürgen Beyerer im Interview.

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Irene Bertschek

Leiterin des Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“ am ZEW und Professorin für „Ökonomie der Digitalisierung“ an der Universität Gießen

Werte schaffen mit KI: „Kompetenzen und Rahmenbedingungen sind entscheidend“

Künstliche Intelligenz (KI) wird Unternehmensprozesse und den Arbeitsalltag verändern. Ihr Einsatz kann die Qualität von Produkten und Dienstleistungen verbessern und Mitarbeitenden Freiräume für höherwertige Tätigkeiten schaffen. Für eine erfolgreiche Wertschöpfung durch KI müssen wirtschaftliche Faktoren und die Perspektive der Nutzer berücksichtigt werden. Irene Bertschek (Mitglied der Arbeitsgruppe Geschäftsmodellinnovationen) erläutert die Chancen und Herausforderungen.

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Frauke Rostalski

Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln

KI im Rechtswesen: „KI-Systeme können Gerichte entlasten und zu gerechte(re)n Urteilen beitragen“

Das Justizsystem in Deutschland ist überlastet: Zwischen 2021 und 2023 ist die Zahl der offenen Strafverfahren nach Aussage des Deutschen Richterbundes um knapp 30 Prozent gestiegen. Die Zahl der RichterInnen und StaatsanwältInnen in Deutschland wird indessen in den kommenden Jahren aufgrund von Ruhestand signifikant abnehmen.  Wo die größten Potenziale von KI für das Rechtswesen liegen und wie sich verantwortungsvoll nutzen lassen, erläutert Frauke Rostalski (Leiterin der Arbeitsgruppe Recht und Ethik).

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Andrea Schmidt-Rumposch

Pflegedirektorin am Universitätsklinikum Essen

KI für Gesundheitsfachkräfte und Patienten: „Wertebasiert und auf den Menschen zentriert“

Bei Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin und Pflege denken die meisten Menschen an OP-Roboter oder Assistenzsysteme in der Radiologie. Weniger im Rampenlicht stehen KI-Anwendungen, die die Gesundheitsfachkräfte bei den zeitaufwändigen administrativen Tätigkeiten unterstützen – sei es bei der Dokumentation, der Dienstplanerstellung oder der Abrechnung. Wie KI die Abläufe in Medizin und Pflege effizienter gestalten kann erklärt Andrea Schmidt-Rumposch (Mitglied der Arbeitsgruppe Gesundheit, Medizintechnik).

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Christoph M. Schmidt

Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Fachkräftemangel und demografischer Wandel: „KI ist ein wichtiger Teil der Lösung“

Künstliche Intelligenz (KI) kann den Fachkräfteengpässen entgegenwirken. Mithilfe der Technologie lassen sich Beschäftigte entlasten und stille Reserven für den Arbeitsmarkt mobilisieren. Wie genau das gelingt und welche Herausforderungen mit dem KI-Einsatz in Unternehmen und Verwaltung verbunden sind, erklärt Christoph M. Schmidt (Mitglied der Arbeitsgruppe Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion).

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